21. August 2010 19:30 Uhr
Destination Anywhere: PopPunk-Rakete mit Bläserantrieb… !
Schon im Gründungsjahr 2006 schlug die Band mit ihrer unberechenbaren Mischung
von PopPunk und Skaelementen sowie ihrer explosiven Liveshow in der Szene ein,
räumte alle namhaften Bandwettbewerbe der Umgebung ab und lieferte mit ihrer
ersten EP „Coffee, Horn & Cigarettes“ ein erstes amtliches Ausrufezeichen ab.
Unbeeindruckt von den ersten Erfolgen zog die Band schon im folgenden Jahr
mit ihrem ersten Longplayer „Sobstuff, Tales & Anthems“ nach, den sie völlig
überraschend umsonst auf den Markt warf. Bis jetzt wurde das Debut offiziell über
15.000 Mal heruntergeladen und mit einer Auflage von 5.000 Exemplaren auf
Konzerten verteilt.
Ende des 2008 Jahres steckte man in einer Sinnkrise, da keine Einigkeit darüber
herrschte wie viel Platz die Band im Leben der Musiker einnehmen sollte. Viele
Musiker verließen die Band und ließen die beiden Songwriter Tim (Gitarre) und David
(Gesang) mit ihrem ehrgeizigen Projekt zurück.
Diese lernten in dieser schwierigen Phase der Band den Musiker und
Produzenten David Bonk (mehrfacher Gewinner von Jugend musiziert und Gitarrist
bei Panik - ehemals Nevada Tan) im Rahmen des Gewinns des T-Mobile Local
Support Contests kennen, der von der Euphorie und dem Talent der Beiden
so überzeugt war, dass er ihnen anbot sie zu produzieren. In nur einer Woche
konzentrierter Arbeit nahmen sie zu dritt die EP „You won’t bring me down“ auf, die
so überzeugend war, dass Tim und David neuen Mut schöpften nicht aufzugeben,
sondern neu anzugreifen.
In den nächsten Wochen suchten sie sich die besten Musiker der Umgebung
zusammen, die mit genau so viel Herzblut hinter der Musik standen wie sie selbst
und enterten mit dem neuen Release die deutschen Festivalbühnen so wie auch
eine Clubbühne in Paris, auf der sie mit ihrer Energie und ihrer Leidenschaft das
internationale Publikum und die anwesende Presse so überzeugten, dass sie
völlig unverhofft in der französischen Presse und als Headliner auf einem großen
tschechischen Festival landeten. Gleichzeitig schrieben sie zusammen neue Songs
für ein Album, das wieder von David Bonk produziert werden und alles zuvor
dagewesene überragen sollte.
Jetzt, im Jahr 2010, platzt dieses Album mit dem plakativen Namen „Party,
Love & Tragedy“ in die deutsche Musiklandschaft wie eine Farbbombe. Eine freche
und pulsierende Platte, die vom Punkrockbrett über das vom Offbeat getragene
Sommerlied zum PartyCollegeSong springt ohne mit der Wimper zu zucken und das
durch die ausgefeilte Produktion immer zappelnd im homogenen Rahmen bleibt.
Neben dem auf der Überholspur fahrenden Soundtrack zum Festivalsommer schafft
es die Platte jedoch auch mit quietschenden Reifen in die Bremse zu springen
und Tiefe zu zeigen. Nicht zuletzt bei der Singleauskopplung „I’m a mess“ wird die
Ratlosigkeit thematisiert, mit der man nach der sorglosen Jugend ins Leben stolpert
und merkt, dass man erwachsen genauso hilflos ist wie zuvor und die die vielen
Erfahrungen der Band widerspiegelt. Offensichtlich wird dies im Vollgas gebenden
Opener „How you feel“, der kurz inne hält um es auf den Punkt zu bringen: „The
more I hear the less I know / Living is a fake pop show“.
Destination Anywhere greift 2010 so hungrig wie noch nie an um die Club- und
Festivalbühnen Deutschlands und Europas in eine Partyhölle zu verwandeln und
mit ihrem neuen Album alles abzuliefern was man braucht. Ein Gitarrenbrett zum
Abgehen, das zum Tanzen und Wohlfühlen einlädt um irgendwann kurz innezuhalten
zum Nachdenken…
…„Party, Love & Tragedy“ eben.
Einlaß: 19:30 Uhr - Eintritt: 5 Euro
